Das Hessische Ministerium des Innern und für Sport präsentierte, neben weiteren innovativen Verfahren, erste Ergebnisse eines Pilotprojekts zur sicheren Integration von mobilen Endgeräten in das landeseigene Verwaltungsnetz unter dem Titel "iPad & Co. als Endgeräte in der Hessischen Landesverwaltung".
Die Anforderungen an die Verwaltung unterliegen einem steten Wandel, der in einem Aspekt jedoch hohe Konstanz zeigt: die Anforderungen an jeden Einzelnen verdichten sich kontinuierlich. Aus diesem Grund prüft die Hessische Landesverwaltung unter anderem, ob sich die Geräte des relativ neuen Endgerätetyps 'tablet' unter den für die Verwaltung geltenden Rahmenbedingungen des Datenschutzes und der Datensicherheit sinnvoll nutzen lassen, um Effizienz und Effektivität von sowohl Verwaltungsprozessen als auch Mitarbeitern zu verbessern. Nach dem bisherigen Projektverlauf ist der Mehrwert dieser Geräte, gerade für Entscheider und Führungskräfte, unbestritten und die sicherheitstechnischen Herausforderungen scheinen beherrschbar. Das Innenministerium präsentierte die bisherigen Ergebnisse des Pilotversuchs "Erweiterung mobile access" und die daraus resultierende Konzeption für einen sicheren Einsatz von tablets im Netz der Landesverwaltung.
Das Hessische Ministerium der Finanzen (HMdF) präsentierte sein Führungsinformationssystem (FIS) mit Finanz- und Fachinformationen. Das FIS versorgt die Führungsebene zur Unterstützung ihrer Steuerungsaufgabe gezielt mit relevanten Informationen zu den Bereichen Haushalt und Fachinformationen HMdF sowie Landeshaushalt. Ein wesentlicher Nutzen bei der Betrachtung von Haushaltszahlen wird dadurch erreicht, dass von einfachen Plan-Ist-Vergleichen abgesehen wird und stattdessen Vergleiche der Planwerte mit Prognosewerten zum Jahresende angestellt werden. Im Fokus ist somit nicht eine bestimmte Ist-Situation, sondern der Ausblick auf das Ende des Haushaltsjahres.
Das Regierungspräsidium Kassel hat sein optimiertes und weitestgehend papierloses eBeihilfe-Verfahren vorgestellt. Seit Dezember 2008 wurde in Zusammenarbeit mit Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz eine gemeinsame Systemarchitektur mit Kernkomponenten und Schnittstellen entwickelt, in der länderspezifische Fachverfahren beibehalten wurden. Die Architektur des Verfahrens hat sich im Einsatz in den Ländern bewährt und beinhaltet ein modernes Konzept für einen klassischen staatlichen Verwaltungsbereich mit Massenaufkommen. Es steht für einen schlanken und medienbruchfreien Verfahrensablauf, der gegenüber zukünftigen Entwicklungen und Anforderungen offen gestaltet ist.
Im angeschlossene Fachkongress mit insgesamt über 200 hochkarätigen Referenten aus Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft diskutierte Hessen-CIO und Staatssekretär Horst Westerfeld die Ausgestaltung der nationalen e-Government-Strategie und hat im Forum Cloud Computing und öffentliche Verwaltung: alter Hut oder komplexes Entwicklungsfeld? gesprochen. Dr. Martin Sauer vom Hessischen Finanzministerium referierte im Themenbereich Finanz- und Effizienzmanagement zu Haushaltsrechtsreform Vollzug, Steuerung, Verrechnung referieren.
Als Mitaussteller konnten die Avira GmbH, ein Anbieter selbst entwickelter Sicherheitslösungen, die wer denkt was GmbH, ein Spezialist in Sachen digitale Mitarbeiter- oder Bürgerbeteiligung sowie Trivadis, Schweizer Anbieterin von IT-Lösungen und -Services für zentrale Unternehmensthemen, gewonnen werden.
Weitere Informationen zur Messe: www.moderner-staat.de